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AUSGEZEICHNET: PRIMUS 4 PUBLIC

vor 11 Stunden
3 Min. Lesezeit

Der Primus holt Projekte vor den Vorhang, die das Leben in Kärntens Gemeinden und Regionen spürbar besser machen. Die LWBK war dabei mit drei Projekten nominiert und hat mit dem Neuen Forum Magdalensberg in der Kategorie Baukultur gewonnen.



Zwei Minuten. So viel Zeit hatte jedes Projekt, um die Jury zu überzeugen. Beim zweiten Primus 4 Public Award der Kleinen Zeitung präsentierten 15 Finalist*innen ihre Projekte erstmals in kurzen Pitches, während im Hintergrund der Countdown lief. Am Ende stand fest: In der Kategorie Baukultur geht der Preis an das Neue Forum Magdalensberg, ein Projekt der LWBK.


Im Saal herrschte eine lockere, heitere Stimmung. Moderator Joschi Peharz führte mit viel Humor durch den Abend, und mit jedem Pitch wuchs die Neugier auf das nächste Projekt. Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreter*innen aus Gemeinden und öffentlichem Leben, darunter Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger und Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, in dessen Gemeinde das Siegerprojekt steht.


Unmittelbar nach den Pitches musste die Fachjury entscheiden. Unter dem Vorsitz von Roland Murauer (CIMA Beratung + Management) bewerteten Architektin Betina Hanel, Jutta Steinkellner (Wirtschaftskammer Kärnten), Landesrätin Lagger-Pöllinger, Max-Peter Menzel (Universität Klagenfurt), Uwe Sommersguter (Kleine Zeitung) und Kathrin Stainer-Hämmerle (CUAS) die Projekte.


In der Kategorie Baukultur, unterstützt vom Amt der Kärntner Landesregierung, ging es um eine einfache und zugleich große Frage: Was macht eine Gemeinde lebenswert? Drei Finalisten gaben darauf ganz unterschiedliche Antworten. Die Jury entschied sich für das Neue Forum Magdalensberg. Für die LWBK ist das eine große Freude und eine Bestätigung dafür, dass gemeinnütziger Bau weit mehr kann als Wohnungen: Er schafft Orte, an denen Gemeinschaft wächst.


Ein Herz für 40 Ortschaften


Magdalensberg ist eine Gemeinde mit 40 Ortschaften, verteilt über 43 Quadratkilometer, aber lange ohne echten Mittelpunkt. Aus der Bevölkerung selbst kam deshalb der Wunsch nach einem Ort, an dem man sich begegnet. Nicht eine Behörde hat das Projekt angestoßen, sondern die Menschen vor Ort. Daraus wurde das Konzept „Neues Forum Magdalensberg“. Weil gleichzeitig viele Kinder auf einen Platz in Kindergarten und Schule warteten, bekam das Bildungszentrum als Herzstück oberste Priorität.


Ein Architekturwettbewerb sorgte dafür, dass die beste Idee gewinnt. Durchgesetzt hat sich Architekt DI Gerhard Kopeinig von ARCH – MORE ZT GmbH. Im September 2022 fiel der Startschuss, am 15. Juni 2024 wurde nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnet. Seither vereint das Haus Volksschule, Musikschule, Mediathek und zwei Kindergartengruppen unter einem Dach. Auch die Vereine haben hier Platz: Der Sportverein hat in einem eigenen Nebengebäude sein neues Zuhause gefunden.


Lernen ohne Kreidetafel


Stahl, Holz und viel Glas prägen das Haus und erzählen von Transparenz und Zusammenhalt. Das offene Erdgeschoß verschmilzt mit dem Marktplatz zu einem großen Begegnungsraum, eine Arena verbindet die Stockwerke miteinander. Statt starrer Klassenzimmer gibt es offene Lernzonen, statt Kreidetafeln eine vollständige digitale Ausstattung. Rund 180 Volksschulkinder lernen hier, 120 davon in Ganztagsbetreuung, und seit dem Schuljahr 2024/25 wird die Volksschule als verschränkte Ganztagsschule geführt. Die Küche setzt auf regionale Slow-Food-Kost. Direktorin Edith Patscheider schwärmt von einer Architektur, die „zum selbständigen Lernen einlädt“.


„Die LWBK hat den Kindern einen Palast erbaut.“– Andreas Scherwitzl, Bürgermeister und Landtagspräsident

Ein sicherer Hafen für alle


Das Forum ist aber nicht nur ein Ort zum Lernen. Als Blackout-Leuchtturm wird es im Ernstfall zur Anlaufstelle für die gesamte Gemeinde. So wird ein Ort der Gemeinschaft auch zum Ort der Sicherheit.


Eckdaten Neues Forum Magdalensberg: Eröffnung: 15. Juni 2024 Bauzeit: 1½ Jahre Volksschule, Musikschule, Mediathek, 2 Kindergartengruppen, Nebengebäude Sportverein Architektur: ARCH – MORE ZT GmbH, Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs Investition: rund € 9 Mio. (€ 8,2 Mio. Neue Heimat, € 0,8 Mio. Magdalensberg Infrastruktur GmbH)



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